„Wichtiger Anstoß zur Diskussion über Hauptstraße“

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Verkehr | 12. Dezember 2012

Verwaltung erarbeitet auf Antrag der FDP einen Bebauungsplan-Entwurf

SPAICHINGEN – Der FDP-Gemeinderatsfraktionsvorsitzende Leo Grimm wertete die  Diskussionsveranstaltung des Ortsverbandes im “Kreuz” als wichtigen Anstoß zur Thematisierung der Hauptstraßenbebaung. Was letztlich dabei herauskomme, wohin  die Bevölkerung tendiere, werde sich zeigen. Eine Harmonisierung in der Haupstraßenbebauung sei wünschenswert, nicht zuletzt auch im Interesse jedes Bauherrn, damit dieser sich in etwa ausrechnen könne, was eventuell in seiner Nachbarschaft sich entwickele. Die FDP tendiert dem Antrag im Gemeinderat gemäß für einen Bebauungsplan. Ein Entwurf wird zur Zeit im Rathaus erarbeitet.

Stadtbaumeisterin Petra Schmidtmann-Deniz und der Leiter der Hochbauverwaltung, Hans-Jürgen Mehlhorn, stellten erste Überlegungen für einen Bebauungsplan Hauptstraße vor. Ihr Vorschlag ist, eine Aufteilung in vier Zonen vorzunehmen, die charakteristisch und prägend seien. Berthold Gulden favorisierte aus Sicht eines großen einheimischen Bauträgers eine Gestaltungssatzung. Die Stadträte Oliver Hirt und Leo Grimm (MdL) machten deutlich, dass der Gemeinderatsauftrag zur Erarbeitung eines Bebauungsplans Hauptstraße zukünftig die Möglichkeit schaffen könnte, auf die dominierende Bebauung entlang dieser wichtigsten Verkehrsader der Stadt, der entlang Spaichingen mal als Straßendorf sich entwickelt hat, Rücksicht zu nehmen. Dies würde bedeuten, dass Satteldächern Vorrang erhielten gegenüber Flachdächern.

Anhand von Fotos der Hauptstraße wurde auf markante Objekte hingewiesen.Regelungswut wurde im Verlauf der Diskussion nicht das Wort geredet. Sowohl von Verwaltungsseite wie auch von der Versammlung wurde von einem anzustrebenden “schlanken Bebauungsplan” gesprochen. Wichtig sei, einen gewissen Rahmen vorzugeben. Dabei wurde auf aus Sicht der Kommunapolitiker gelungene Bebauung und auf zumindest diskussionswürdige einzelne Objekte hingewiesen, welche architektonisch weniger zu der in Jahrhunderten entstandenen Stilrichtung passten.

Momentan gilt in der Hauptstraße eine vom Gemeinderat verhängte zwei Jahre dauernde Veränderungssperre, welche in Einzelfällen Ausnahmen gestattet durch Gemeinderatsbeschuss. Diese Veränderungssperre mache nur Sinn im Hinblick auf einen zu erarbeitenden Bebauungsplan, dessen Aufgabe es sei,Planungssicherheit zu schaffen. Die Baufachleute aus dem Rathaus erläuterten die heutige Situation,nach der in der Hauptstraße nach Paragraph 34 der Bauordnung verfahren werde, was an die Umgebung angepasste Bebauung vorsieht. Was dies jeweils bedeute, darüber könne stets gestritten werden.

Rechtlich gebe diese Regelung wenig Handhabe, Flachdächer zu verhindern, wenn der Bauherr auch solche Dächer irgendwo in der Umgebung verweise. Ein “schlanker Bebauungsplan” könnte Baugrenzen bzw. Baulinien vorschreiben, ebenso Dachformen und Höhen. Ihre vier Zonen-Aufteilung sollte den Ortsteil Hofen bis zur dortigen Kirche betreffen, danach den Straßenteil bis zum “Kreuz”, anschließend den Abschnitt bis zur Stadtpfarrkirche (“Mehlhorn: “Der städtischte Teil Spaichingens”.) und als vierte Zone die Hauptstraße bis zum Stadtausgang.Einmütigkeit herrschte darüber dass der Gemeinderat Herr des Verfahrens sein sollte über die Bebauung der Hauptstraße.