Artikel in "Bildung, Schulen, Jugend"

FDP für Neubau des Lehrschwimmbeckens

Die Schillerschule braucht wieder dringend ihr Lehrschwimbecken. Diesen Eindruck hat die Spaichinger FDP von einem Besuch in der Schillerschule nach einem Gespräch mit Rektor Norbert Hinz mitgenommen. Wie die FDP-Gemeinderatsfraktion in einer Pressemitteilung hervorhebt, will sie einen Antrag für den Bau eines neuen Lehrschwimmbeckens stellen. Eine Sanierung des nun schon seit drei Jahren wegen Mängel geschlossenen Lehrschwimmbeckens, darin waren sich der Schulleiter und Fraktionsvorsitzender Leo Grimm einig,  komme nicht mehr in Frage.

Rektor Norbert Hinz bedauerte gegenüber den Vertretern der FDP, so heißt es in dem Pressebericht weiter, die Schließung des Beckens und wünsche sich eine baldige Lösung. Derzeit werde der Schwimmunterricht im Sommer im Spaichinger Freibad abgehalten. Dort würden die Klassen mit dem Bus hingefahren, was sehr viel Zeit koste. Außerdem sei bei den vier bis fünf Terminen im Jahr, bei denen auch das Wetter mitspiele, ein wirklicher Schwimmunterricht nicht möglich.

Auch die Kooperation mit dem DLRG ersetze auf Dauer nicht den regulären Schwimmunterricht, weshalb man sich an der Schillerschule das Lehrschwimmbecken zurückwünsche. Fraktinsvorsitzender Leo Grimm hob hervor, dass ein Neubau keine teure Multi-Funktionshalle mit Schwimmbad im Keller und Sporthalle im Obergeschoss bedeuten solle. Es gehe, so unterstrich Stadtrat Marcel Aulia, um ein ganz einfaches, funktionales Lehrschwimmbecken Laut Pressebericht wolle die FDP-Fraktion beantragen, die Verwaltung möge zunächst Möglichkeiten eines Neubaus des Lehrschwimmbeckens und dessen Kosten überprüfen.

Im Verlauf des Gesprächs zwischen FDP-Gemeinderatsfraktion und einigen FDP-Mitgliedern und der Schulleitung wurden weitere Zukunftsperspektiven angesprochen. Nachdem in Aldingen, Wurmlingen und Tuttlingen seit der Regierungsübernahme durch Grün-Rot Gemeinschaftsschulen entstanden sind, sähe Rektor Norbert Hinz hierfür in Spaichingen allerdings kein Potential. Man habe bereits ein sehr differenziertes Schulsystem in Spaichingen, das auch genügend Mobilität zwischen den Schularten biete. Im Grundschulbereich, so Hinz, sei man an der Schillerschule hoch zufrieden, die Schülerzahlen seien recht konstant, und im Vergleich zu anderen Schule habe man in den letzten Jahren sogar zulegen können.

Schlechter stehe es allerdings um die Werkrealschule, da nicht mehr genügend Schüler für die Eingangsklasse zu finden seien. Im Schuljahr 2014/2015 konnten nur 17 neue Schüler in der Werkrealschule begrüßt werden. Unterschreite die Eingangszahl in zwei Folgejahren die 16-Schüler-Marke, so werde die Schule nach dem Abschluss aller Schüler geschlossen. So sehe Hinz die Schillerschule in naher Zukunft nur noch als Grundschule und könne sich im Bereich der Werkrealschule eine Kooperation mit der Realschule vorstellen. Was das Thema Ganztagesschule betreffe, sehe sich die Schillerschule von der Regierung vernachlässigt. Diese fordere zwar die Einrichtung einer Ganztagesschule, bei der Finanzierung gebe es aber noch viele Unklarheiten.

Die Schillerschule sei zwar keine offizielle Ganztagesschule, dennoch sei man mit Aufenthaltsraum, Mittagessen und flexibler Betreuung von 7.30 bis 16.30 Uhr gut organisiert. Norbert Hinz, so das Ergebnis des Gesprächs mit der FDP, hält dieses Angebot für sehr wichtig,  dennoch sehe er keinen Bedarf für eine verpflichtende Ganztagesschule, da die Nachfrage schlicht und einfach nicht da sei, denn nur rund 18 Schüler nähmen das Angebot derzeit unregelmäßig wahr.

Leo Grimm kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Gemeinschaftsschule und Ganztagesschule als Bildungsangebot leider viel zu sehr ideologisch besetzt seien, anstatt sich nach dem tatsächlichen Bedarf zu richten. Die FDP sehe die Schillerschule jedoch gut für die Forderungen der Zeit gewappnet, Leo Grimm bescheinigte Norbert Hinz und seinem Team gute Arbeit.

Auf Frage des Fraktionsvorsitzenden zeigte sich Rektor Hinz höchst zufrieden über die Parkplatz-Lösung an der Schillerschule. Mit Hilfe der FDP-Fraktion hatte man dort im Jahr 2013 einen teuren Parkplatz-Neubau zu Lasten des Sportplatzes verhindert. Stattdessen könne nun der Verkehrsübungsplatz bei Großveranstaltungen am Wochenende zum Parken genutzt werden. Dies, so Hinz, werde nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten auch gut von Sportlern und Besuchern wahrgenommen.

Wie rollstuhlgerecht ist Spaichingen?

ScreenSPJunge Liberale wollen mit Mapping-Aktion Inklusion vorantreiben

Erst am vergangenen Wochenende hat eine Mapping-Aktion in Tuttlingen stattgefunden. Marcel Aulila, Vorsitzender der Jungen Liberalen und FDP-Gemeinderat in Spaichingen, war selbst mit dabei und möchte nun gemeinsam mit den Jungen Liberalen und allen Interessierten ebenfalls eine solche Mapping-Aktion in Spaichingen starten. Bei einer sogenannten Mapping-Aktion, werden Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und öffentliche Plätze auf Rollstuhltauglichkeit getestet und mit einem einfachen Ampelsystem bewertet. Diese Daten werden dann auf der Homepage www.wheelmap.org in eine virtuelle Karte eingepflegt. So können sich Rollstuhlfahrer vorab per Internet oder Smartphone-App über die Rollstuhltauglichkeit informieren. Für Menschen, die nicht mobilitätseingeschränkt sind, ist es eine eindrückliche Erfahrung mal die Perspektive zu wechseln und auf Barrieren zu achten. Außerdem werden Ladenbesitzer für die Themen Rollstuhlgerechtigkeit und Inklusion sensibilisiert. Alle Interessierten sollen sich bitte per E-Mail an marcel@aulila.com wenden. Ein erstes Treffen könne dann im August stattfinden.

Freies Wlan: FDP Ortsverband unterstützt Vorschlag der Jungen Liberalen

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Was in größeren Städten schon längst Gang und Gebe ist, wollen die Jungen Liberalen jetzt auch in Spaichingen: kostenloses Wlan. Weit muss man gar nicht gehen, um den Einsatz eines öffentlichen Wlan-Hotspots selbst zu bestaunen. In Tuttlingen gibt es schon seit einigen Jahren freies Wlan im Bereich rund um den Marktplatz. „Damit kein Missbrauch stattfinden kann, muss jeder, der das Wlan nutzen möchte, sich zunächst registrieren“, erklärt der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Marcel Aulila. Die Jungen Liberalen sind sich sicher, dass die Einrichtung eines Hotspots die Attraktivität des Marktplatzes und die dortige Verweildauer erheblich steigern würde. Davon könnte vor allem der Einzelhandel profitieren. Außerdem würden Jugendliche das Angebot sicherlich nutzen und den Markplatz somit beleben. Auf Kostenseite, so die Julis, sehe man nur minimale Ausgaben, schließlich koste ein Internetzugang heute kaum noch etwas und auch die Verwaltungsausgaben sollten sich im Rahmen halten. Auch die Problematik der Haftung könne minimiert werden, indem nicht die Stadt selber, sondern ein externen Provider das Netzt betreibt. Die Finanzierung könne dann gar ganz über Werbung erfolgen und durch den Einsatz eines Content-Filters könne man jugendgefährdende Inhalte und bekannte Tauschbörsen blockieren. Auch Pressesprecher Andreas Kustermann ist überzeugt, dass man so mit wenig Aufwand einen wahren Mehrwert für die Spaichinger, insbesondere die Jugendlichen, schaffen könne. Dem schließt sich der FDP-Ortsverband Spaichingen an und unterstützt daher den Vorschlag der Jungen Liberalen.

Keine Privatisierung des Schwimm-Unterrichtes

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Die FDP-Fraktion setzt sich weiter für den Erhalt des Lehrschwimmbeckens an der Schillerschule ein. Es ist Aufgabe des Schulträgers, den Kindern das Schwimmen bei zu bringen. Leo Grimm, Fraktionsvorsitzender der FDP- Gemeinderatsfraktion, warnt davor, diese wichtige Aufgabe an Vereine zu delegieren. Ein Verzicht auf das Lehrschwimmbecken darf daher nicht zu Lasten des DLRG gehen.  Die Stadt ist auch angesichts des Umstandes, dass auf diesem Sektor 10 Jahre lang nichts getan wurde, in der Verantwortung. Grimm erinnert an die Ausführungen des Bademeisters, der erklärt hatte, dass das Aufsichtspersonal im Freibad an Spitzentagen mit 5000 Besuchern an ihre Grenzen gelangt. Wenn aber die Stadt einerseits ein attraktives Freibad vorhält, andererseits wegen der Kosten auch hohe Besucherzahlen benötigt, dann muss sie auch dafür sorgen, dass die Gefahren minimiert werden. Dazu gehört nach Auffassung der FDP-Fraktion die Sicherung einer ordentlichen Schwimmausbildung der Kinder.  Der DLRG kann diese Aufgabe nicht alleine schultern. Da der diesjährige Winter mild ausgefallen ist, sind für den Winterdienst  voraussichtlich auch weniger Kosten angefallen. Die FDP-Fraktion plädiert dafür, diese Einsparungen ebenfalls zugunsten der Schwimmausbildung und die Sanierung des Lehrschwimmbeckens einzusetzen.

Neues Konzept für Gewerbemuseum

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Im Rahmen der Vorstellung des Jahresberichtes des Gewerbemuseums wurde deutlich, dass das bisherige Museumskonzept nicht mehr zeitgemäß ist. Während die städtische Bücherei bereits E-Books anschafft, um auch für jüngere Leser attraktiv zu bleiben, kann das Gewerbemuseum noch nichts Vergleichbares bieten. Obwohl Frau Feldes im Rahmen ihrer zeitlich begrenzten Möglichkeiten gute Arbeit leistet, muss aus Sicht der FDP-Fraktion das aus den 90er Jahren stammende Museumskonzept neu ausgerichtet werden. Sonst wird das Museum selber ein Fall fürs Museum. Insbesondere muss versucht werden, auch ein attraktives, interaktives Ausstellungsangebot für die Jugend zu bieten. Krippen- und Weihnachtsausstellungen können dies nicht leisten. Das Gewerbemuseum ist sicherlich das schönste städtische Gebäude und sollte auch inhaltlich eine Aufwertung erfahren. Aber auch das Gebäude selbst hat Defizite. So ist es bezeichnend, dass sich jahrelang kaum jemand daran störte, dass kein behindertengerechter Zugang besteht.

Dunkle Zeiten

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Die FDP-Fraktion zeigt sich bestürzt über die neue Qualität der Kampagnenführung des Heuberger Bote, wie sie sich in dem Bericht zur angeblich explosionsartigen Kostensteigerung bei der Kleindkindbetreuung zeigt. Dass dieser Bericht inhaltlich grotesk unwahr ist, wurde bereits von der Stadtverwaltung dargelegt. Dass aber in diesem Bericht ein Ratsmitglied zur Unperson erklärt wird, indem man einfach seinen Namen verschweigt, kann nur noch als Kampagne bezeichnet werden.  Die Lokalredaktion berichtet am 04.02.2014 wörtlich:“ Stadtrat Oliver Hirt(FDP) stimmte zusammen mit einem weiteren Rat gegen diesen Beschluß…“ Bei diesem „weiteren Rat“ handelt es sich um den Vorsitzenden der FDP-Fraktion, Leopold Grimm, MdL . Demzufolge hat also die FDP-Fraktion geschlossen gegen diesen Beschluss gestimmt, was die Redaktion weiß, weil es schwarz auf weiss in den Protokollen steht. Jemanden zur Unperson zu machen, indem man seinen Namen unterschlägt, erinnert, so FDP-Ratsmitglied Oliver Hirt, an längst vergangene dunkle Zeiten. Zu einer Zeitung jedenfalls, die sich als Trägerin christlicher Kultur geriert, passt derlei Stimmungsmache nicht. Die FDP-Fraktion hofft, dass es bei dieser einmaligen Entgleisung bleibt.