Archive for März, 2015

FDP für Neubau des Lehrschwimmbeckens

Die Schillerschule braucht wieder dringend ihr Lehrschwimbecken. Diesen Eindruck hat die Spaichinger FDP von einem Besuch in der Schillerschule nach einem Gespräch mit Rektor Norbert Hinz mitgenommen. Wie die FDP-Gemeinderatsfraktion in einer Pressemitteilung hervorhebt, will sie einen Antrag für den Bau eines neuen Lehrschwimmbeckens stellen. Eine Sanierung des nun schon seit drei Jahren wegen Mängel geschlossenen Lehrschwimmbeckens, darin waren sich der Schulleiter und Fraktionsvorsitzender Leo Grimm einig,  komme nicht mehr in Frage.

Rektor Norbert Hinz bedauerte gegenüber den Vertretern der FDP, so heißt es in dem Pressebericht weiter, die Schließung des Beckens und wünsche sich eine baldige Lösung. Derzeit werde der Schwimmunterricht im Sommer im Spaichinger Freibad abgehalten. Dort würden die Klassen mit dem Bus hingefahren, was sehr viel Zeit koste. Außerdem sei bei den vier bis fünf Terminen im Jahr, bei denen auch das Wetter mitspiele, ein wirklicher Schwimmunterricht nicht möglich.

Auch die Kooperation mit dem DLRG ersetze auf Dauer nicht den regulären Schwimmunterricht, weshalb man sich an der Schillerschule das Lehrschwimmbecken zurückwünsche. Fraktinsvorsitzender Leo Grimm hob hervor, dass ein Neubau keine teure Multi-Funktionshalle mit Schwimmbad im Keller und Sporthalle im Obergeschoss bedeuten solle. Es gehe, so unterstrich Stadtrat Marcel Aulia, um ein ganz einfaches, funktionales Lehrschwimmbecken Laut Pressebericht wolle die FDP-Fraktion beantragen, die Verwaltung möge zunächst Möglichkeiten eines Neubaus des Lehrschwimmbeckens und dessen Kosten überprüfen.

Im Verlauf des Gesprächs zwischen FDP-Gemeinderatsfraktion und einigen FDP-Mitgliedern und der Schulleitung wurden weitere Zukunftsperspektiven angesprochen. Nachdem in Aldingen, Wurmlingen und Tuttlingen seit der Regierungsübernahme durch Grün-Rot Gemeinschaftsschulen entstanden sind, sähe Rektor Norbert Hinz hierfür in Spaichingen allerdings kein Potential. Man habe bereits ein sehr differenziertes Schulsystem in Spaichingen, das auch genügend Mobilität zwischen den Schularten biete. Im Grundschulbereich, so Hinz, sei man an der Schillerschule hoch zufrieden, die Schülerzahlen seien recht konstant, und im Vergleich zu anderen Schule habe man in den letzten Jahren sogar zulegen können.

Schlechter stehe es allerdings um die Werkrealschule, da nicht mehr genügend Schüler für die Eingangsklasse zu finden seien. Im Schuljahr 2014/2015 konnten nur 17 neue Schüler in der Werkrealschule begrüßt werden. Unterschreite die Eingangszahl in zwei Folgejahren die 16-Schüler-Marke, so werde die Schule nach dem Abschluss aller Schüler geschlossen. So sehe Hinz die Schillerschule in naher Zukunft nur noch als Grundschule und könne sich im Bereich der Werkrealschule eine Kooperation mit der Realschule vorstellen. Was das Thema Ganztagesschule betreffe, sehe sich die Schillerschule von der Regierung vernachlässigt. Diese fordere zwar die Einrichtung einer Ganztagesschule, bei der Finanzierung gebe es aber noch viele Unklarheiten.

Die Schillerschule sei zwar keine offizielle Ganztagesschule, dennoch sei man mit Aufenthaltsraum, Mittagessen und flexibler Betreuung von 7.30 bis 16.30 Uhr gut organisiert. Norbert Hinz, so das Ergebnis des Gesprächs mit der FDP, hält dieses Angebot für sehr wichtig,  dennoch sehe er keinen Bedarf für eine verpflichtende Ganztagesschule, da die Nachfrage schlicht und einfach nicht da sei, denn nur rund 18 Schüler nähmen das Angebot derzeit unregelmäßig wahr.

Leo Grimm kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Gemeinschaftsschule und Ganztagesschule als Bildungsangebot leider viel zu sehr ideologisch besetzt seien, anstatt sich nach dem tatsächlichen Bedarf zu richten. Die FDP sehe die Schillerschule jedoch gut für die Forderungen der Zeit gewappnet, Leo Grimm bescheinigte Norbert Hinz und seinem Team gute Arbeit.

Auf Frage des Fraktionsvorsitzenden zeigte sich Rektor Hinz höchst zufrieden über die Parkplatz-Lösung an der Schillerschule. Mit Hilfe der FDP-Fraktion hatte man dort im Jahr 2013 einen teuren Parkplatz-Neubau zu Lasten des Sportplatzes verhindert. Stattdessen könne nun der Verkehrsübungsplatz bei Großveranstaltungen am Wochenende zum Parken genutzt werden. Dies, so Hinz, werde nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten auch gut von Sportlern und Besuchern wahrgenommen.

Gewerbemuseum, Flächennutzungsplan und Tartanbahn

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Pressemitteilungen | 26. März 2015

Die FDP-Fraktion begrüßt die Planungen zur Neukonzeption des Gewerbemuseums. Frau Feldes macht aus Sicht der FDP-Fraktion gute Arbeit und hat in ihrem Entwurf zur Neukonzeption einige gute Punkte herausgearbeitet. So begrüßt die FDP,  dass zu Gunsten der „Stadtgeschichte“ andere Ausstellungen wie Geologie oder Religion weichen sollen. Teile des Raums „Geologie“ könnten im Erdkunderaum der Schulen untergebracht werden, während die Ausstellungsstücke des Raums „Religion“ zu den Claretinern auf den Dreifalitgkeitsberg wandern könnten. Ebenfalls unterstützt die FDP-Fraktion die Bemühungen das Gewerbemuseum barrierefrei zu gestalten. Der Aufzug ist bereits genehmigt, nun sollen Absätze und kleine Stufen überwindbar gemacht werden. Trotz der  bereits guten Ideen, regt die FDP-Fraktion jedoch an, die Neukonzeption der Ausstellung ganzheitlich mit Gebäude und Stadtgarten zu betrachten. Denn nachdem mit Aufzug und Trockenlegung des Kellers nun viel Geld für das Gebäude ausgegeben werden soll, wäre es schade, alles andere stehen und liegen zu lassen. Ganz nach dem Motto „Wenn, dann richtig“ schlägt die FDP-Fraktion vor, das Gewerbemuseum mit angrenzendem Stadtgarten über die Jahre hinweg zum Spaichinger Kulturzentrum zu entwickeln.  Hierzu gehören die Einrichtung von zeitgemäßen sanitären Anlagen, die Nutzung des Festsaals für kulturelle Veranstaltungen sowie die Aufwertung des Stadtgartens.  Dann könnten beispielsweise regelmäßig Veranstaltungen in und um das Gewerbemuseum herum stattfinden  –  die Spaichinger Stadtkappelle hat dies 2013  mit ihrer südamerikanischen Nacht hervorragend demonstriert. Lassen Sie uns gemeinsam das schönste Gebäude der Stadt aus dem Dornröschenschlaf erwecken.

Die leichte Reduzierung der Wohnbaufläche im Rahmen der Fortschreibung des Flächennutzungsplans (FNP) begrüßt die FDP-Fraktion. Ebenfalls freut man sich darüber, dass die Arbeiten zur Erneuerung der Tartanbahn im Stadion nun vergeben werden konnten und sich die Sportler spätestens Ende Juni über die neue Bahn freuen können. Die Bauarbeiten sollen im Abstimmungen mit den Vereinen möglichst in der Ferienzeit stattfinden.