Archive for September, 2013

Wenig Grund zum Feiern

1 Kommentar

Partei | 23. September 2013

OchsenstuebleAuf dem Wahlabend aber blickt die FDP schon nach vorne

SPAICHINGEN – Am Wahlabend folgten die FDP-Kreisverbände Tuttlingen und Rottweil  der Einladung des Landtagsabgeordneten Leo Grimm in das Restaurant „Ochsenstüble“ Spaichingen. Den rund 40 Gästen, unter ihnen auch Bundestagskandidatin Dr. Mechthild Wolber, verging die Feierlaune jedoch recht schnell. Die ersten Prognosen ließen bereits ahnen, was noch der Abend noch bringen sollte: Die FDP fliegt zum ersten Mal in Ihrer Geschichte aus dem Bundestag.

Leo Grimm macht hierfür vor allem die Zweitstimmenkampagne, die nach der verlorenen Bayernwahl panisch gestartet wurde, verantwortlich. „Es kanne nicht sein“, so Grimm „dass Parteien um Stimmen betteln und damit indirekt fehlende Inhalte zugeben“. Zudem betonte er, dass die Union sich ihre Wunschkoalition selber verbaut habe. Man habe den Kollegen oft genug vorgerechnet, dass sie durch die Abgabe einiger Zweitstimmen  zwar ihr Gesamtergebnis etwas minderten, dafür aber die FDP den sicheren Einzug schaffe. Jetzt seien 4,8% der Stimmen wegen 0,2%  im konservativen Lager „verloren“ gegangen.

Das Spaichinger FDP-Ergebnis, nämlich 7,3%, biete jedoch Anlass zur Hoffnung. Mit einem starken Ortsverband Spaichingen und einem starken Kreisverband Tuttlingen möchte man gemeinsam mit dem Europakandidaten Marcel Aulila bei den Kommunal- und Europawahlen 2014 durchstarten und die Ergebnisse von 2009 deutlich verbessern. „Wir müssen in den kommenden vier Jahren an der Basis arbeiten, Gemeinde- und Kreisräte mit FDP’lern besetzen und uns über Kommunen und Länder in den Bundestag zurückarbeiten“, ruft Oliver Hirt, Vorsitzender des Ortsverbandes Spaichingen, aus. Hinzu komme, so Grimm, dass die kommenden Jahre nicht einfach würden. Die Eurokrise löse sich nicht von allein auf, und auch die Konjunktur würde nicht ewig stabil bleiben, dann brauche das Land eine starke liberale Stimme, die sich für den Mittelstand einsetzt.
.

Spaichinger Marcel Aulila als Europakandidat nominiert

0 Kommentare

Partei | 8. September 2013

Landtags-Fraktionsvorsitzender Dr. Rülke stimmt kämpferisch auf Wahlkampf ein

fdpspaichversammel

Wirtschaftsminister a.D. Ernst Pfister, Mdl Leo Grimm, Marcel Aulila, Landtags-FDP-Fraktionschef Dr. Hans-Ulrich Rülke,  Staatssekretär Ernst Burgbacher MdB (von links) auf der Veranstaltung im „Kreuz“-Saal in Spaichingen.

SPAICHINGEN – Mit Angriffen gegen die grün-rote Landesregierung und Warnung vor ähnlichen Tendenzen bei einer rot-grünen Bundesregierung hat der FDP-Fraktionschef des Landtags in Stuttgart, Dr. Hans-Ulrich Rülke, die Tuttlinger Kreis-FDP auf den Wahlkampf eingestimmt. Die im Vorfeld der eigentlichen Hauptversammlung stattfindenden öffentliche Kundgebung im Spaichinger „Kreu“-Saal mit rund 50 Anwesenden nutzte Rülke aber nicht nur um gegen die politische Konkurrenz zu schießen. Er fordert die Liberalen um Spitzenkandidatin Frau Dr. Wolber auf mehr Selbstbewusstsein zu zeigen und am 22. September nicht nur um die Zweitstimme der Wähler zu buhlen, sondern auch um die Erststimme – schließlich möchte man auch hier ein gutes Ergebnis einfahren. Die Versammlung nominierte den Spaichinger Marcel Aulila als Kandidaten für die Europawahl im kommenden Jahr.

Eröffnet wurde die öffentliche Kundgebung FDP-Bundestagskandidatin des Wahlkreis Tuttlingen-Rottweil, Dr. Mechthild Wolber, die ihre Rede ganz nach ihren Schlagworten auf dem Wahlplakat aufbaute:  „Frau, Technik, Liberal“.

Nachdem der Spaichinger FDP-Landtagsabgeordnete Leo Grimm und der Spaichinger Bürgermeister Hans-Georg Schuhmacher mit Grußworten auf die anstehende Entscheidung zum Bundestag  eingegangen waren, schritt die Hauptversammlung, geleitet von Hans-Peter Bensch, zu ihrem wohl wichtigsten Tagesordnungspunkt an diesem Abend: die Nominierung ihres Europakandidaten.

aulila

Marcel Aulila.

Vom Ortsverband Spaichingen war hierfür im Vorfeld der Spaichinger Marcel Aulila vorschlagen worden, der sich trotz seiner 22 Jahre mit einer fulminanten Rede Gehör verschaffte. „Europa ist längst Alltag“, verkündete Aulila mit dem Versprechen, sich in Zukunft für eine Gemeinschaft einsetzten zu wollen, die einen „gemeinsamen Lebensstil pflege“ und im alltäglichen Leben zusammenwächst. Leidenschaftlich zählte er die vielen Vorteile Europas auf „denn Europa“, so Aulila „bedeutet vor allem Freiheit“.

Unter den Augen von Staatssekretär MdB Ernst Burgbacher und  des ehemaligen Wirtschaftsministers Ernst Pfister wurde Aulila mit 35 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung als Europakandidat von der Kreis-FDP gewählt. Für ihn gilt es nun, auf der Landesvertreterversammlung im November einen guten Listenplatz zu ergattern.